Veröffentlichungen

Monographien

„Mitglied, wer bist du? Eine kirchentheoretische Studie zur differenzsensiblen Inklusion der religionssoziologisch pluralen Mitglieder evangelischer Kirchen", Dissertationsschrift, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2011.

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📝 Zusammenfassung:

Die Dissertation untersucht die theologische und religionssoziologische Vielfalt innerhalb der evangelischen Kirche. Der Autor analysiert die wachsende Diskrepanz zwischen kirchlichen Lehrmeinungen und der individuellen Lebenswirklichkeit der Mitglieder, wobei er verschiedene empirische Studien wie die vierte EKD-Mitgliedschaftsuntersuchung heranzieht. Ein zentraler Fokus liegt auf der Entwicklung eines Inklusionsmodells, das auf Karl Barths Erwählungstheologie basiert und die Vielfalt der Mitglieder als Ausdruck einer unmittelbaren Gott-Mensch-Beziehung wertschätzt. Die Studie betont die Bedeutung einer professionsadäquaten Pastoraltheologie, in der Pfarrer als Schlüsselfiguren agieren, um die Kommunikation des Evangeliums milieusensibel zu gestalten. Praktische Beispiele wie der pastorale Hausbesuch und moderne Medienformate illustrieren, wie die Kirche trotz sozialer Distanz eine bedeutsame Verbindung zu ihren Mitgliedern halten kann. Insgesamt plädiert die Studie für eine Abkehr von starren Normen zugunsten einer wertschätzenden Anerkennung pluraler Glaubens- und Lebensformen.

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„Albert Ellis und die Religion. Poimenische Perspektiven der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie", Habilitationsschrift, BoD, Norderstedt 2015.

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📝 Zusammenfassung:

Die Habilitationsschrift untersucht die Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT) von Albert Ellis im Spannungsfeld zwischen Psychologie und christlicher Seelsorge. Der Autor analysiert zunächst die ideengeschichtlichen Wurzeln des Verfahrens, die von der antiken Stoa bis hin zu den Wüstenvätern reichen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Rezeptionsgeschichte im deutschsprachigen Raum, wobei die teils skeptische Haltung der akademischen Theologie kritisch hinterfragt wird. Zudem beleuchtet die Studie das komplexe Verhältnis des bekennenden Atheisten Ellis zu theistischen Belief-Systemen und zeigt sowohl Konfliktpotenziale als auch Synergien auf. Besonders hervorgehoben wird die praktische Anwendung kognitiver Methoden in der modernen Seelsorge, um psychisches Leid durch die Veränderung irrationaler Glaubenssysteme zu lindern. Abschließend plädiert der Autor für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, die die wissenschaftliche Solidität der Therapie mit der spirituellen Dimension verbindet.

🎧 Podcast: Lockerer Podcast zur Habilitation

Herausgeberschaft

Mit Annette Haußmann (Hgg.): Spiritualität und Sinn. Seelsorge und Kognitive Verhaltenstherapie im Dialog. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig, 2020.

Aufsätze

„Wissenschaft auf den Punkt gebracht: Seelsorge und kognitive Verhaltenstherapie", in: P&S Magazin für Psychotherapie und Seelsorge. (2/2016), S.54f.

„Die Achtsamkeit des Guten Hirten: Christliche Spiritualität und die „dritte Welle" der Verhaltenstherapie", in: Wege zum Menschen (WzM), Juli 2016, Bd. 68, Ausg. 4, S. 348–359

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Rezension von Katja Dubiski „Seelsorge und kognitive Verhaltenstherapie", in: Cura Animarum. Zeitschrift für evidenzbasierte Seelsorge und Lebensberatung, Heft 02, Jahrgang 03 (2017), S.47-54

Kirchenreform im Licht empirischer Studien, in: Verkündigung und Forschung, Heft 1/2018, 63. Jg., S. 36-52

„Vergiss nicht zu danken" – Zur Kultivierung von Dankbarkeit in Positiver Psychologie und christlichem Theismus, in: Wege zum Menschen (WzM), 70. Jg., Ausg. 3/2018

📚 Zusätzliche Ressourcen

Rezension von Hans-Arved Willberg „Kognitive Seelsorge", in: Cura Animarum. Zeitschrift für evidenzbasierte Seelsorge und Lebensberatung, Heft 01, Jahrgang 04 (2018)

Noch unveröffentlicht

„Das kann doch kein Zufall sein?!" – Kontrollüberzeugungen bei Theisten.

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„Spiritualität" als gesundheitspsychologisches Konstrukt. Darstellung und Diskussion theoretischer Hintergründe und empirischer Daten.

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📝 Zusammenfassung:

Dieser Text untersucht die wissenschaftliche Einordnung von Spiritualität im Kontext der Gesundheitspsychologie am konkreten Beispiel der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR). Der Autor beleuchtet die Schwierigkeit, den vagen Begriff der Spiritualität präzise zu definieren. Er rekurriert hierfür auf ein dreidimensionales Modell spiritueller Semantiken nach Streib/Keller. Während die Wirksamkeit von MBSR bei chronischen Leiden gut empirisch belegt ist, wird die werbliche Nutzung des Spiritualitätsbegriffs kritisch hinterfragt. Da ein signifikanter Teil der Bevölkerung spirituelle Zuschreibungen ablehnt, könnten solche Etikettierungen potenzielle Teilnehmer eher abschrecken statt motivieren. Abschließend wird empfohlen, in der Gesundheitsförderung stattdessen auf die Persönlichkeitsdimension der Offenheit des wissenschaftlich etablierten NEO-Big-Five-Inventars zu setzen, um kommunikative Missverständnisse zu vermeiden.

Therapieoptionen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

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📝 Zusammenfassung:

Die Studie analysiert die diagnostischen Grundlagen und Behandlungsstrategien der narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS). Der Autor kontrastiert die klassische kategoriale Einordnung des DSM-5 mit dem modernen dimensionalen Ansatz des ICD-11, welcher die NPS nicht mehr als isoliertes Krankheitsbild aufführt. Im Zentrum stehen drei integrative Therapiekonzepte: die Schematherapie, die klärungsorientierte Psychotherapie sowie der Ansatz nach Lammers, die allesamt verhaltenstherapeutische mit psychodynamischen Elementen verknüpfen. Ein wesentliches Ziel dieser Verfahren ist es, die Balance zwischen dem grandiosen und dem vulnerablen Pol des Patienten durch eine tragfähige therapeutische Beziehung zu bearbeiten. Abschließend wird der eklatante Mangel an empirischen Wirksamkeitsstudien kritisiert, der teilweise auf die schwierige Erreichbarkeit dieser Patientengruppe für klinische Forschung zurückzuführen ist. Insgesamt bietet das Dokument eine wissenschaftliche Übersicht für Fachleute, um die interpersonellen Dysfunktionen Betroffener besser zu verstehen und zu behandeln.